Der Patient im Mittelpunkt

Das Klinikum Ingolstadt befindet sich im stetigen Wandel. Besonders deutlich wurde das beim Neujahrsempfang 2020. Mit Bildergalerie!

“Die Kliniklandschaft verändert sich”, stellte Oberbürgermeister Christian Lösel in seiner Rede anlässlich des Neujahrsempfangs des Klinikums fest. Das konnte er freilich anhand einiger Zahlen untermauern:
gab es Anfang der 90er noch 2.400 Kliniken in Deutschland, sind es heute 500 weniger. 1993 lag die Verweildauer im Schnitt bei 13 Tagen, heute bei einer Woche. 2007 lagen die Kosten für stationäre
Krankenhausaufenthalte bei 68 Mrd. Euro, heute bei über 90 Mrd. Was sagt uns das? Die Herausforderungen sind enorm. Und die Antwort? Sie lautet oft: Privatisierung. “Gesundheitsvorsorge ist auch eine kommunale Aufgabe. Sie darf nicht nur den Privaten überlassen werden”, sagte Lösel,
Das Klinikum Ingolstadt befindet sich im stetigen Wandel. Besonders deutlich wurde das beim Neujahrsempfang 2020. der kurz zuvor mahnend anmerkte, 37 Prozent aller Kliniken seien mittlerweile privatisiert. Doch auch Notaufnahmen haben zu kämpfen. “Nur 6 von 10 Menschen, die in Notaufnahmen kamen, waren tatsächlich Notfälle”, berichtete der Oberbürgermeister und verwies u.a. auf die GOIN-Praxis, die direkt gegenüber der Notaufnahme liegt. Man brauche die Kapazitäten für lebensbedrohlich verletzte Menschen. Das Stadtoberhaupt verwies auch noch einmal auf die stolze Summe von 326 Mio. Euro, die vor einigen Wochen u.a. für die Generalsanierung des bestehenden Funktionsgebäudes und den Ersatzneubau der Psychiatrie genehmigt wurde. Die Planungen dafür gehen bis ins Jahr 2038. “Das dauert mir zu lange”, sagte Lösel dazu. Und auch
in der anschließenden Talkrunde zwischen Christian Omonsky und den beiden Klinikum- Geschäftsführern Monika Röther und Dr. Andreas´Tiete war mit einer Prise Sarkasmus zu hören: “Die Generalsanierung soll schneller als der Kohleausstieg gehen.”
Die Planungen werden daher noch einmal auf den Prüfstand gestellt. Die
kaufmännische Geschäftsführerin Monika Röther wusste aber natürlich auch Positives zu berichten. Sämtliche Stellen seien gut besetzt, bei den Ärzten seien 2,5 % unbesetzt, in den Pflegestellen 1,5 %. In Zeiten, in denen auch schonmal Stationen wegen
Pflegemangels geschlossen werden müssen, ist das durchaus erwähnenswert.´Im Die beiden Geschäftsführer des Klinikums, Monika Röther und Dr. Andreas Tiete, mit OB Christian Lösel. Im Gespräch mit Moderator Christian Omonsky: Prof. Dr. Markus Rentsch (Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie) und PD Dr. Lars Henning Schmidt (Direktor der Klinik für Pneumologie und Thorakale Onkologie) FDP Stadtrat Karl Ettinger und Walter Schober, Präsident der Technischen Hochschule Ingolstadt Klinikbetrieb habe man es mit “immensen Summen” zu tun, sagt Röther, aber “wir denken anders als die Industrie”. Hier stehe der Patient im Mittelpunkt. In einer weiteren Talkrunde kamen Prof. Dr. Markus Rentsch (Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie) und PD Dr. Lars Henning Schmidt (Direktor der Klinik für Pneumologie und Thorakale Onkologie) zu Wort. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Landshuter Band Lichtfänger. Ein eingespielter Film zeigte den Klinikalltag anhand einiger Kennzahlen auf. Wie jedes Jahr gab es im Anschluss ein üppiges Buffet.

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