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Von der Spielsucht zur Kunst
UNIKAY ART – Denis Lang malt Ingolstadt-Portraits
Schon als Kind hat Denis immer wieder gerne gemalt. 1999, als er 13 war, kam er mit seinen Eltern nach Deutschland. „Es war keine leichte Zeit für uns, wir hatten kein Geld und sprachen auch kaum Deutsch.“ 2001 startete Denis eine Ausbildung als Werkzeugmacher.
„Im Nachhinein habe ich gemerkt, dass ich selbst da schon kreativ war“, erzählt er. Einmal hat er aus Werkzeugteilen eine Pistole gebaut. Das kleine Meisterwerk liegt bei ihm im Atelier. Dort tobt sich der Mediengestalter regelmäßig mit kräftigen Farben, Pinsel und Werkzeugen aus.
Seinen ganz eigenen Stil hat er noch nicht gefunden, dafür experimentiert er einfach zu gerne und probiert immer wieder Neues aus. Seine Ingolstadt-Portraits, die verschiedene lokale Plätze und Sehenswürdigkeiten zeigen, hängen im Ingolstädter Golfclub, seine abstrakte Kunst geht viral auf Instagram @unikay_art und mit regionalen Kunstprojekten wie Kalender, designten Flaschen-Etiketten, Shirts für Touristen und Trikot-Designs für den ERCI will er sich regional einen Namen machen.





Doch die Kunst war nicht immer sein liebster Zeitvertreib. Er erinnert sich noch gut an ein düsteres Kapitel seines Lebens. „2008 bin ich mit Spielsucht zusammengestoßen. Ich habe in Spielotheken viel Geld verloren“, erzählt er. Ich hatte einen Job, aber verspielte mein ganzes Einkommen Monat für Monat. Ein Aha-Moment für ihn war, als ihm seine Eltern einen Laptop schenken wollten. „Einen Tag zuvor habe ich 700 Euro in den Automaten geworfen. Meine Eltern hatten selbst kein Geld, ich habe ein schlechtes Gewissen bekommen. Ich sagte also, schenkt mir keinen Laptop, schenkt mir lieber ein Künstler-Set.“ Und so schaffte Denis aus Liebe zur Kunst und seinen Eltern den Absprung weg von der Spielsucht hin zur Malerei.
„Meine ersten beiden Bilder zu dieser Zeit waren eine Rose mit Ölfarben und das Bild einer Frau. Ich habe meine Bilder meinem Chef gezeigt, der mich daraufhin beauftragte, etwas für ihn zu malen. Ich bekam damals um die 200 Euro. Das Bild hat er in der Firma aufgehängt. Ihm habe ich es zu verdanken, dass ich immer mehr gemalt habe.“ Für die Zukunft wünscht sich Denis wie so ziemlich jeder Künstler, jede Künstlerin, vor allem Aufmerksamkeit für seine Projekte. Auf Instagram folgen ihm rund 34.000 Menschen.
Mehr Bilder von Denis Lang auf www.unikay.eu
Shop: www.etsy.com/shop/UnikayArtGallery

Fest der Kulturen lockt mit großem Programm
Mehr als 140.000 Menschen aus rund 140 Nationen prägen das Leben in Ingolstadt. Ein sichtbares Zeichen dieser Vielfalt ist das Fest der Kulturen. Am 24. und 25. Juli findet es erneut im Klenzepark statt.

»Da ist nichts Ehrliches mehr dabei«
Obwohl gerade einmal 60 Jahre alt, hat der gebürtige Essener Dominik Hülshorst, vor allem bekannt als Ex-Schlagzeuger der Ingolstädter Band „Bonfire“, bereits sein Leben zu Papier gebracht. Im espresso-Interview verrät Hülshorst zudem, ob er für sein Buch KI verwendet hat, was er generell von dem allgegenwärtigen Tool hält und wie er die Kreativbranche der Zukunft sieht.

Wer ist hier die Maschine?
Ein Zirkus kommt und geht. Starke Männer, wie man sie damals sah, sieht man dort schon länger nicht mehr. Werden auch wir irgendwann überflüssig sein? Werden Maschinen uns beflügeln oder ersetzen? Egal wie es kommen wird, es gibt Fähigkeiten, die keine noch so leistungsstarke KI lernen kann. Moana Bauer ist ein Exempel dafür, dass gewisse Facetten und Fähigkeiten eines Menschen unkopierbar sind. Soweit.

Carinas Traum
Wer Carina unterschätzt, macht meist nur einmal diesen Fehler. Die 37-Jährige häkelt, malt, liebt Delfine und lustige Kinofilme. Klingt erst einmal nach einem ruhigen Leben – bis man sie auf dem Laufsteg sieht. Da blüht sie auf.

Aus dem „Dinner in Weiß“ wird das „Picknick in Weiß“
Am Samstag, 25. Juli, findet von 18 bis 21 Uhr auf dem Theatervorplatz in Ingolstadt das inklusive „Picknick in Weiß“ statt. Menschen mit und ohne Behinderung sind herzlich eingeladen, gemeinsam zu essen, miteinander ins Gespräch zu kommen und einen besonderen Sommerabend zu verbringen.

Who cares?
Die Philosophin Imke von Maur erklärt, warum sie soziale Pflegeroboter für eine gefährliche Scheinlösung hält.