Von der Spielsucht zur Kunst

Home » Von der Spielsucht zur Kunst

Von der Spielsucht zur Kunst

"Jedes Bild ist ein Experiment für mich!". sagt Künstler Denis Lang | Fotos: Stefanie Herker

UNIKAY ART – Denis Lang malt Ingolstadt-Portraits

Schon als Kind hat Denis immer wieder gerne gemalt. 1999, als er 13 war, kam er mit seinen Eltern nach Deutschland. „Es war keine leichte Zeit für uns, wir hatten kein Geld und sprachen auch kaum Deutsch.“ 2001 startete Denis eine Ausbildung als Werkzeugmacher.

„Im Nachhinein habe ich gemerkt, dass ich selbst da schon kreativ war“, erzählt er. Einmal hat er aus Werkzeugteilen eine Pistole gebaut. Das kleine Meisterwerk liegt bei ihm im Atelier. Dort tobt sich der Mediengestalter regelmäßig mit kräftigen Farben, Pinsel und Werkzeugen aus.

Seinen ganz eigenen Stil hat er noch nicht gefunden, dafür experimentiert er einfach zu gerne und probiert immer wieder Neues aus. Seine Ingolstadt-Portraits, die verschiedene lokale Plätze und Sehenswürdigkeiten zeigen, hängen im Ingolstädter Golfclub, seine abstrakte Kunst geht viral auf Instagram @unikay_art und mit regionalen Kunstprojekten wie Kalender, designten Flaschen-Etiketten, Shirts für Touristen und Trikot-Designs für den ERCI will er sich regional einen Namen machen.

Doch die Kunst war nicht immer sein liebster Zeitvertreib. Er erinnert sich noch gut an ein düsteres Kapitel seines Lebens. „2008 bin ich mit Spielsucht zusammengestoßen. Ich habe in Spielotheken viel Geld verloren“, erzählt er. Ich hatte einen Job, aber verspielte mein ganzes Einkommen Monat für Monat. Ein Aha-Moment für ihn war, als ihm seine Eltern einen Laptop schenken wollten. „Einen Tag zuvor habe ich 700 Euro in den Automaten geworfen. Meine Eltern hatten selbst kein Geld, ich habe ein schlechtes Gewissen bekommen. Ich sagte also, schenkt mir keinen Laptop, schenkt mir lieber ein Künstler-Set.“ Und so schaffte Denis aus Liebe zur Kunst und seinen Eltern den Absprung weg von der Spielsucht hin zur Malerei.

Auf dem Rathausplatz

„Meine ersten beiden Bilder zu dieser Zeit waren eine Rose mit Ölfarben und das Bild einer Frau. Ich habe meine Bilder meinem Chef gezeigt, der mich daraufhin beauftragte, etwas für ihn zu malen. Ich bekam damals um die 200 Euro. Das Bild hat er in der Firma aufgehängt. Ihm habe ich es zu verdanken, dass ich immer mehr gemalt habe.“ Für die Zukunft wünscht sich Denis wie so ziemlich jeder Künstler, jede Künstlerin, vor allem Aufmerksamkeit für seine Projekte. Auf Instagram folgen ihm rund 34.000 Menschen.

Mehr Bilder von Denis Lang auf www.unikay.eu
Shop: www.etsy.com/shop/UnikayArtGallery

Weitere Themen

Bastionsgarten startet in neue Saison

Die Bayerische Schlösserverwaltung freut sich, den Bastionsgarten auf der Willibaldsburg in Eichstätt nach der Winterpause ab Mittwoch, den 15. April, wieder zu öffnen. Auch die Aussichtsplattform auf dem Südturm, die wegen Bauarbeiten geschlossen war, steht ab diesem Tag wieder offen.

Weiterlesen »

Vierter IlmJam im Dirtpark

Am Samstag, 18. April geht der IlmJam der Stadtjugendpflege in die vierte Runde und lädt alle Dirtbike-Fans in den Pfaffenhofener Dirtpark in die Ledererstraße ein. Von 13 bis 18 Uhr erwartet die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreicher Tag mit viel Action, beeindruckenden Tricks und spannenden Wettbewerben.

Weiterlesen »

„Die alten Kelten mögen uns verzeihen“

Die Errichtung des Technologieparks Ost in Manching ist das, was man eine Never-Ending-Story nennt. Korrekterweise muss man nun aber sagen: nannte. Denn 18 Jahre nach Beginn der Planungen kam es heute tatsächlich zum offiziellen Spatenstich. Als Ehrengast schaute Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger vorbei.

Weiterlesen »

Orte des Widerstands

Schulstreik gegen Wehrpflicht – so nennt sich eine neue deutschlandweite Initiative. In einzelnen Großstädten wurde bereits demonstriert, so wie man es beispielsweise von der Fridays-for-Future-Bewegung kannte. Auch in Ingolstadt hat sich ein Komitee aus Schüler:innen und Student:innen geformt. Wir haben mit vier von ihnen gesprochen.

Weiterlesen »

Ich hab dich!

Axel Petermann erzählt im Interview von seiner Arbeit als Kriminologe und stellt sein neues Buch „Die Psyche des Bösen“ vor.

Weiterlesen »

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Ut elit tellus, luctus nec ullamcorper mattis, pulvinar dapibus leo.

Nach oben scrollen