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Shakespeare, Agatha Christie & Co: Ingolstadt wird zur Theatermetropole
Das Programm steht fest: Mehr als 23 Inszenierungen von Stadt- und Landestheatern sowie freien Gruppen aus dem ganzen Freistaat werden bei den 39. Bayerischen Theatertagen von 29. Mai bis 16. Juni 2024 auf den Ingolstädter Bühnen zu sehen sein. Eine sechsköpfige Fachjury war monatelang unterwegs, um aus über 60 Bewerbungen die interessantesten Produktionen auszuwählen und ins Stadttheater einzuladen.
Projektleiter Georg Kistner freut sich sehr über die Auswahl: »Ich finde, wir bilden das unglaubliche Spektrum dessen, was Theater in Bayern alles ist, ziemlich gut ab«, betont er. »Wir haben alles von hochaktuellen Musiktheaterprojekten bis zum Krimikomödienklassiker, vom poetischen Theater für Kinder bis hin zu eigenwilligen Performance- und zeitgenössischen Antikenprojekten. Alle Produktionen trauen sich was, jede auf ihre Art!« Einige wenige Entscheidungen der Jury stehen aus organisatorischen Gründen – unter anderem mussten Sichtungstermine krankheitsbedingt verschoben werden – noch aus. So sind diverse Überraschungen im endgültigen Programm zu erwarten. Am Ende wird dieses rund 30 Veranstaltungen umfassen.
Viel Theater und ein buntes Rahmenprogramm
Rauschende Eröffnungs- und Abschlusspartys, Konzerte, Lesungen und Podiumsdiskussionen begleiten das Festival: Luiza Monteiro zum Beispiel – bis zur vergangenen Saison Schauspielerin am Stadttheater und Trägerin des Bayerischen Kunstförderpreises – kommt für einen Liederabend zusammen mit Tobias Hofmann und Band zurück nach Ingolstadt ins geplante Theaterzelt auf dem Theatervorplatz. Zudem stellt Katrin Busching, Hausgrafikerin des Stadttheaters, zum Abschied Knut Webers als Intendant die Stückplakate der vergangenen Jahre im Foyer aus. Studierende der Dramaturgie an der Münchner Theaterakademie August Everding (mit Prof. Dr. Barbara Gronau) und des Studiengangs Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin (mit Prof. Dr. John von Düffel) erarbeiten aktuell gemeinsam kleine Produktionen oder szenische Lesungen zum Thema »Volksstück« rund um Marieluise Fleißer. Diese präsentieren sie bei den Theatertagen.
Im Zuge einer Matinee am letzten Festivaltag stehen gleich zwei feierliche Anlässe an: Während eine Publikumsjury einen Preis an das Regieteam der besten Inszenierung überreicht, erhalten Absolventinnen und Absolventen der bayerischen Theaterhochschulen – zum ersten Mal öffentlich – Stipendien des Deutschen Bühnenvereins.
39. Bayerische Theatertage 2024 – Die eingeladenen Inszenierungen im Überblick
Eigenproduktion:
Stadttheater Ingolstadt
Haus ohne Ruhe 1-3
(This Restless House)
Eine Trilogie von Zinnie Harris nach der Orestie von Aischylos
Regie (R): Jochen Schölch
Eingeladene Inszenierungen:
Staatstheater Augsburg
Das Tagebuch der Anne Frank
Monooper in zwei Teilen von Grigori Frid
R: Nora Bussenius, Musikalische Leitung (ML): Anna Malek
Metropoltheater München
Slippery Slope
Almost a Musical
von Yael Ronen und Shlomi Shaban
R: Philipp Moschitz
Bayerisches Staatsschauspiel München
Warten auf Platonow
von Thom Luz nach Motiven von Anton Tschechow
R: Thom Luz
ETA Hoffmann Theater Bamberg
Das Vermächtnis (The Inheritance) – Teil 1
von Matthew Lopez nach dem Roman »Howards End« von E.M. Forster
R: Sibylle Broll-Pape
Landestheater Coburg
Was ihr wollt
von William Shakespeare
R: Jana Vetten
Landestheater Schwaben Memmingen
Der große Gatsby
von F. Scott Fitzgerald, Bearbeitung: Angela Obst
R: Peter Kleinert
Theater Regensburg
Draußen vor der Tür
Heimkehrdrama von Wolfgang Borchert
R: Antje Thoms
Theater Hof
Die weiße Rose
Oper von Udo Zimmermann, Libretto von Ingo Zimmermann
Neufassung für das Theater Hof
von Arno Waschk und Lothar Krause
R: Lothar Krause, ML: David Preil
Theater an der Rott Eggenfelden
Die Mausefalle
Krimi von Agatha Christie
R: Elke M. Schwab
theater VIEL LÄRM UM NICHTS München
Coriolan
von William Shakespeare
R: Andreas Seyferth
Theaterakademie August Everding München
Wir im Finale
Theaterstück von Marc Becker und 2. Jahrgang Schauspiel
Bewegungsprojekt
R/Choreografie (CH): Katja Wachter
Theater Kempten
Das verräterische Herz
Ein Musiktheater nach Edgar Allan Poe
R: Jochen Biganzoli
Münchner Kammerspiele
5-6 Semmeln und 1 kalte Wurst
von Lena Christ und Annette Paulmann
R: Annette Paulmann
Staatstheater Nürnberg
Jahre mit Martha
nach dem Roman von Martin Kordić
R: Julia Hölscher
Schauburg München (15+)
Erik*a
Eine Multimedia-Revue mit Texten von Theresa Seraphin
R: Daniel Pfluger, Lukas März
Theater Mummpitz Nürnberg (8+)
Plötzlich tief im Wald
Ein Hörspiel für die Bühne nach der gleichnamigen Erzählung von Amos Oz
(Uraufführung)
R: Sabine Zieser
Theater Pfütze Nürnberg (8+)
Die Biene im Kopf
Pfütze-Schauspiel von Roland Schimmelpfennig
Eine Kooperation mit dem Staatstheater Nürnberg
R: Maike Bouschen
Dehnberger Hof Theater
Ruhm & Ruin
Ein musikalisches Theaterspektakel v. und m. Heiner Bomhard und Gankino Circus
R: Holger Seitz
Tafelhalle Nürnberg
Un Amor oder Die Erfindung meiner Mutter
Performance von PLAN MEE / Eva Borrmann mit Texten von Urs Humpenöder
CH: Eva Borrmann
Theater Wasserburg
Die Präsidentinnen
Fäkaliendrama von Werner Schwab
R: Annett Segerer
Teamtheater Tankstelle München
Verbrennt mich! – Das bewegte Leben des Oskar Maria Graf
R: Georg Büttel
kleines Theater – Kammerspiele Landshut
Faust01 – Fragmente23
frei nach Johann Wolfgang von Goethe
R: Sven Grunert
Kulturbühne Spagat München
Alan – Mensch Maschine
R und Text: Christian Heiß und Thorsten Krohn

Schäfflertanz: Letzte Chance am Faschingsdienstag
120 Auftritte in etwas mehr als fünf Wochen. Die Ingolstädter Schäfflergilde hat sich die anstehende Pause redlich verdient. Diese dauert – so will es die Tradition – ganze sieben Jahre. Erst 2033 tanzen die Schäffler wieder im Kreis. Eine letzte Chance gibt es am Faschingsdienstag.

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