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Seit Kindertagen
Helena und Johannes kennen sich schon seit Kindertagen. Ein Paar wurden sie erst mit der Zeit. Unsere Hochzeitsstory aus espresso 08/2026.
Wie habt ihr euch kennengelernt?
Helena: Meine Familie und ich sind damals von Horneck nach Sandelzhausen gezogen, da war ich sechs Jahre alt. Johannes klingelte damals an unserer Haustür und fragte, ob er mit uns spielen dürfe. Kurz darauf kamen wir gemeinsam in die erste Klasse. Nach der vierten Klasse trennten sich unsere Wege zunächst, weil wir verschiedene Schulen besuchten. In der Realschule trafen wir uns wieder und führten mit zwölf Jahren eine typische „Kinderbeziehung“, die allerdings nur von kurzer Dauer war. Mit 15 Jahren kamen wir dann richtig zusammen – und sind inzwischen seit über elf Jahren glücklich in einer Beziehung.
Wie kam es zum Antrag?
Helena: Johannes und ich haben nur einen Tag nacheinander Geburtstag. Also sind wir gemeinsam mit unseren besten Freunden Leni und Max nach London geflogen. Unser zehnjähriger Jahrestag lag erst wenige Tage zurück.
Johannes: Etwa einen Monat vor dem Urlaub wurde mir bewusst, dass ich mein Leben mit Helena verbringen und sie heiraten möchte. Die Reise nach London war die perfekte Gelegenheit für einen Heiratsantrag. Also organisierte ich heimlich den Ring und im November 2024 ging es los. Eigentlich wollte ich in der Nacht von meinem Geburtstag in Helenas Geburtstag hinein feiern und ihr in einer Rooftop-Bar den Antrag machen. Vor Ort musste ich jedoch feststellen, dass die Bar bereits geschlossen hatte. Auf dem Rückweg zum Hotel kamen wir zufällig am Sky Garden vorbei, der allerdings ebenfalls schon geschlossen war. Also verschob ich meinen Plan auf den nächsten Tag und reservierte direkt einen Tisch für den Abend. An Helenas Geburtstag gingen wir schließlich nach dem Essen gemeinsam in den Sky Garden. Während wir uns zu viert den Sky Garden angeschaut haben, verschaffte ich mir einen Überblick und fragte Helena schließlich, ob wir uns noch etwas alleine umsehen möchten – unter dem Vorwand, dass wir bisher kaum Zeit zu zweit hatten. Beim Losgehen sagte ich heimlich zu Leni und Max, sie sollten schon einmal eine Flasche Sekt bestellen. Leni wusste bereits von meinem Plan.
Helena: Ich habe überhaupt nicht mit einem Heiratsantrag gerechnet. Im Nachhinein weiß ich aber auch, warum Johannes am Abend so nervös war. Ich sagte sogar noch zu ihm, dass er sich heute irgendwie anders verhält, ohne mir etwas dabei zu denken. Als wir alleine durch den Sky Garden gingen, fragte er mich, ob wir vor einer Blumenwand ein Foto machen möchten. Ich lehnte ab, weil dort so viele Menschen anstanden. Also setzten wir uns eine Reihe dahinter, genossen den wunderschönen Blick über die Dächer Londons und plötzlich zog Johannes eine Ringschachtel hervor. Seine Wortwahl war dabei einfach typisch er: „Hast du Bock?“ Ich musste erst einmal lachen und antwortete natürlich sofort mit einem lauten „Ja!“. Diesen Moment werde ich niemals vergessen.
Mit wem warst du auf Brautkleidsuche und wie war es?
Ich war gemeinsam mit meiner Trauzeugin Leni, meiner Cousine Sophia und meiner Schwiegermama Birgit bei Herzzauber in Lenting auf Brautkleidsuche. Meine Mama wurde leider kurzfristig krank und konnte deshalb nicht dabei sein. Wir konnten sie dann aber per Videocall teilhaben lassen. Bei Herzzauber habe ich mich von Anfang an rundum wohl und bestens betreut gefühlt. Ich probierte einige Kleider an und wusste bereits ziemlich genau, in welche Richtung es gehen sollte: kein cleanes Kleid, sondern etwas Besonderes mit Spitze, Blüten und vielen liebevollen Details. Ich hatte mich in zwei Kleider beim Anprobieren verliebt und dann letztendlich auf mein Herz gehört und mich für MEIN Kleid entschieden. Als ich mein Kleid angezogen habe, hatte ich sofort dieses besondere Gefühl. Es hat sich einfach nach mir angefühlt – verspielt, romantisch und mit ganz vielen liebevollen Details. In diesem Moment wusste ich: Das ist mein Kleid. Es war ein absoluter Traum mit Federn, langer Schleppe, Spitze und Blüten. An der Hochzeit haben mir so viele gesagt, dass das Kleid einfach perfekt zu mir passt.



Wie lief euer Hochzeitstag ab?
Johannes: Am Morgen kamen zunächst unsere Trauzeugen zu uns nach Hause. Max und ich machten uns anschließend auf den Weg zum Barber, um Haare und Bart frisch machen zu lassen. Danach fuhren wir nach Abensberg und machten uns gemeinsam in Max‘ Wohnung fertig. Helena und ich waren uns von Anfang an einig, dass wir uns erst bei der Trauung das erste Mal sehen möchten.
Helena: Leni und ich brachten noch mein Brautkleid nach unten und bereiteten die letzten Kleinigkeiten vor, bis gegen 10 Uhr meine Stylistin Lara kam. Nach dem Getting Ready holte uns mein Schwiegerpapa ab und brachte uns zur Location in die Birkenheide nach Geisenfeld. Währenddessen begrüßte Johannes bereits die Gäste. Um 14 Uhr begann die Trauung. Der emotionalste Moment war für uns der Augenblick, als sich unsere Blicke zum ersten Mal getroffen haben. In diesem Moment wurde uns erst richtig bewusst, dass dieser Tag, auf den wir so lange hingefiebert hatten, endlich da war. Anschließend folgten der Sektempfang, den Ola musikalisch begleitet und richtig gerockt hat, sowie Kaffee und Kuchen mit dem Tortenanschnitt. Danach ging es für uns mit Lisa und Patrick zum Brautpaarshooting, bevor wir noch Gruppenfotos mit unseren Gästen machten. Gegen 18:30 Uhr wechselten wir ins Pavillon zum Abendessen. Es folgten liebevolle Überraschungen und lustige Einlagen, bevor wir mit unserem Hochzeitstanz die Tanzfläche eröffneten. Anschließend wurde bis tief in die Nacht gefeiert. Der Tag verging wie im Flug und ehe wir uns versahen, war es bereits 2 Uhr morgens. Mit dem Shuttlebus der Firma Stanglmeier ging es schließlich zurück nach Hause. Das Schönste an diesem Tag war für uns nicht nur die perfekte Feier, sondern das Gefühl, von all unseren Herzensmenschen umgeben zu sein. Genau so haben wir uns unsere Hochzeit immer vorgestellt – und sie war sogar noch schöner, als wir es uns je hätten ausmalen können.
Eure Pläne für die Zukunft?
Wir möchten gemeinsam noch viele Länder bereisen, irgendwann mit unserem Kater Finny in ein Eigenheim ziehen und uns den Traum von einer eigenen kleinen Familie erfüllen.
Wir wünschen euch alles Gute!







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