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"Ingolstadt ist bunt" lädt zur Lichterkette
Eines muss man Friedrich Merz lassen: Er weiß, wie man die Massen mobilisiert. Hunderttausende gingen am vergangenen Wochenende auf die Straße, nachdem Merz am Mittwoch eine folgenschwere Entscheidung im Bundestag getroffen hatte. Auch in Ingolstadt rührt sich Protest. Das Bündnis „Ingolstadt ist bunt“ lädt am Freitag, 07. Februar, zur Kundgebung und Lichterkette auf den Rathausplatz.
Ist unsere Demokratie in Gefahr? Diese Frage stellen sich spätestens seit vergangenen Mittwoch viele Menschen in diesem Land. Von einem Tabubruch oder gar dem Einreißen der Brandmauer war die Rede, als CDU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz im Bundestag einen 5-Punkte-Plan zur Migration mit Stimmen der AfD durchboxen wollte – und es schließlich auch tat. Das Zustrombegrenzungsgesetz zwei Tage später fand dann keine Mehrheit mehr. Zu groß war wohl der Aufschrei quer durch die Medienlandschaft und die Gesellschaft.
Es brauche einen „Zusammenhalt der demokratischen Kräfte“, erklärt das Bündnis „Ingolstadt ist bunt“, „denn Demokratie ist nicht selbstverständlich. Sie muss immer wieder gestärkt und geschützt werden, sonst gibt es sie bald nicht mehr.“ Unter dem Motto „Demokratie braucht DICH“ veranstaltet das Bündnis am kommenden Freitag, den 7. Februar, ab 18 Uhr eine Kundgebung auf dem Rathausplatz. Im Anschluss soll sich eine Lichterkette um beide Rathäuser ziehen.
Italo Mele spricht
Als prominentester Redner ist Italo Mele, der Stadionsprecher des FC Ingolstadt 04, eingeladen. „Mit der Lichterkette soll einmal mehr Gesicht gezeigt werden für Solidarität und Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Eine weitere Rechtsentwicklung wird unsere Gesellschaft massiv verändern und Grundrechte beschädigen“, so das Bündnis in einer Pressemitteilung. „Wir wollen nicht, dass Menschen in unserem Land wegen ihrer Herkunft, Religion oder ihrem Aussehen Angst haben müssen und zu Sündenböcken in diesem Wahlkampf werden, so wie letzten Freitag im Bundestag vorgeführt.“

Walk & Talk für Frauen
Ein neues Bewegungs- und Begegnungsangebot des Bürgerhauses richtet sich an Mädchen und Frauen, die in entspannter Atmosphäre neue Kontakte knüpfen möchten: Unter dem Titel „Walk & Talk – Begegnung mit Bewegung“ werden gemeinsame Spaziergänge mit offenem Austausch in der Natur verbunden.

Eine kleine Rarität
„Das Haus verliert nix“, lautet ein alter Grundsatz. Besonders erfreulich ist das jetzt in diesem Fall: Der Neffe von Marieluise Fleißer hat einen sehr seltenen Buchumschlag zur Erstausgabe ihres Romans „Mehlreisende Frieda Geier“ aufgetrieben. Gestern wurde die Rarität ans Fleißer-Archiv übergeben.

33. Literaturtage: Büchner-Preisträgerin liest in Ingolstadt
Die Ingolstädter Literaturtage finden heuer vom 16. bis 28. April statt. Nachdem im vergangenen Jahr die Gewinnerin des Deutschen Buchpreises Martina Hefter zu Gast war, dürfen wir uns heuer auf die Georg-Büchner-Preisträgerin Ursula Krechel freuen. Sie liest aus ihrem Roman „Sehr geehrte Frau Ministerin“.

Neue Vorführungen von „4471 Tage“
Die Volkshochschule Ingolstadt zeigt erneut die Dokumentationsreihe „4471 Tage – Ingolstadt im Dritten Reich“ von Florian Schiekofer.

„Demokratie braucht immer wieder neue Aufmerksamkeit“
Mit dem „Tag der Demokratiegeschichte 2026“ wird unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erstmals mit einem bundesweiten Aktionstag die Geschichte der Demokratie hervorgehoben. Ingolstadts Oberbürgermeister Michael Kern würdigt diesen Tag als ein starkes Signal für die Bedeutung unserer demokratischen Tradition.

Versaut es uns nicht
Gerade ist das Renaturierungsprojekt am Donauufer fertig geworden, schon liegt der Müll herum.