Schanzer Styles & Storys

Schanzer Styles & Storys

Text und Bild: Sabine Kaczynski

In unserer neuen Reihe begleitet espresso Profis des FC Ingolstadt 04 beim Styling in Sali’s Barbershop in Lenting und plaudert mit ihnen über Fußball, Fans, Frisuren und mehr. Während sich unsere Schanzer Haare, Bart oder Augenbrauen in Form bringen lassen, sind wir mit Kamera und Notizblock hautnah dabei und stellen die Jungs unseren Lesern einmal ganz abseits vom Fußballplatz vor.

Diesmal ist Stürmer Dennis Eckert Ayensa an der Reihe, der nach seinem Wechsel am letzten Tag des Transferfensters einen furiosen Start bei den Schanzern hingelegt hat. Für Sali hat der deutsch-spanische Neuzugang ein Trikot als Geschenk mitgebracht und erweitert damit dessen Sammlung auf rund 30 Schanzer Jerseys. „In dieser Saison ist es aber mein erstes!“, freut sich Sali.

Dennis, du bist seit Anfang September bei den Schanzern – hast du dich schon eingelebt?
Ich bin endlich in meine eigene Wohnung gezogen und habe meine letzten Klamotten von Freddy Ananou, bei dem ich die letzte Woche gewohnt habe, abgeholt. Jetzt fühlt es sich langsam heimisch an.

In deinen ersten vier Partien für die Schanzer hat du viermal getroffen und ein Tor vorbereitet – viel besser geht es kaum, oder?
Wenn wir die vier Spiele gewonnen hätten, wäre es noch schöner gewesen. Aber für einen Stürmer ist es natürlich immer toll, wenn man trifft. Wenn das dann gleich zu Beginn gelingt, ist es umso besser.

Ist dir schon einmal so ein perfekter Start geglückt?
In den Jugendmannschaften habe ich immer sehr viele Tore geschossen, aber in den letzten beiden Jahren war es in den ersten Ligen auf hohem Niveau (Celta Vigo, 1. Liga Spanien und SBV Excelsior Rotterdam, 2. Liga Niederlande, Anm. d. Red.) natürlich schwerer, Treffer zu erzielen. So einen schönen Start in einem neuen Verein hatte ich also tatsächlich noch nie.

Nach 12 Spieltagen steht ihr auf dem 5. Tabellenplatz und schnuppert wieder an den vorderen Plätzen. Wie wichtig war der deutliche Sieg gegen Großaspach nach sechs sieglosen Begegnungen?
Das war für uns immens wichtig. Nach dem Unentschieden gegen Chemnitz haben wir noch fünf Punkte Rückstand auf den Tabellenführer und weitere wichtige Spiele vor uns. Ich hoffe, dass wir den Schwung aus dem hohen Sieg mitnehmen, von Woche zu Woche denken und uns an die vorderen Plätze ranarbeiten können.

Wie hast du die Länderspielpause verbracht?
Ich habe einen Freund besucht, mit dem ich in Spanien zusammengespielt habe und der auf Mallorca lebt. Wir haben ein entspanntes Wochenende am Strand verbracht.

Nach Chemnitz steht mit Preußen Münster ein weiterer vermeintlich schwächerer Gegner zuhause an – was erwartest du?
Die 3. Liga ist unberechenbar. Jeder kann gegen jeden gewinnen. Wir werden uns mit Videos auf den kommenden Gegner vorbereiten, müssen uns auf das jeweilige Spiel konzentrieren und es dann hoffentlich positiv bestreiten.

Du hast mit deinen 22 Jahren schon ziemlich viele Stationen im Fußball hinter dir – von klangvollen Namen wie Köln oder Gladbach in der Jugend bis zu ausländischen Clubs in jüngster Vergangenheit. Was hat dich jetzt ausgerechnet zum FCI verschlagen?
Eigentlich war es schon fast sicher, dass ich in Spanien bleiben würde, denn es gab bereits intensive Gespräche mit einem Zweitligisten. Dann kam der Anruf aus Ingolstadt. Der Weg, den man hier mit mir gehen will hat mich überzeugt. So bin ich ganz kurzfristig nach Ingolstadt gekommen.

Außer in Deutschland hast du auch schon in Spanien und den Niederlanden Fußball gespielt – wo war es am schönsten?
Da bin ich ganz ehrlich – das war in Spanien. Ich habe zwei Minuten vom Strand entfernt gewohnt, konnte viele schöne Sonnentage genießen. Aber man spielt ja nicht Fußball, um am Meer zu liegen, sondern um Erfolg zu haben – deshalb muss der Strand noch warten.

Du bist noch ein junger Spieler – gibt es noch einen Traum, wo es einmal hingehen soll? Ein bestimmtes Land oder ein bestimmter Club?
Langfristig möchte ich auf jeden Fall wieder zurück nach Spanien, aber das ist derzeit Zukunftsmusik. Jetzt versuche ich, mit dem FC Ingolstadt das Bestmögliche zu erreichen. Was die Zukunft bringt, weiß man zwar nie – aber wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich schon Spanien wählen.

Dein vollständiger Name lautet Dennis Yerai Eckert Ayensa – klär uns doch mal über die einzelnen Bestandteile auf!
Dennis Yerai ist ein Doppelname, Eckert ist mein deutscher Nachname von meinem Papa und Ayensa mein spanischer Nachname von meiner Mama. Da man in Spanien zwei Nachnamen verwenden kann, habe ich die Möglichkeit auch genutzt.

Deine Mutter ist Spanierin, dein Vater Deutsch-Iraner – welche Einflüsse hast du aus den drei Ländern mitbekommen und als was würdest du dich bezeichnen?
Ich fühle mich als Deutsch-Spanier. Ich bin in Deutschland aufgewachsen, aber meine Mutter hat mir von klein auf die spanische Kultur nahegebracht und ich spreche auch fließend spanisch, iranisch dagegen nur ein paar Brocken. Daher fühle ich mich eher als Deutscher und Spanier. Ich habe aber meine Familie im Iran auch schon besucht und meine iranischen Wurzeln ein wenig kennengelernt – auch wenn ich überhaupt nicht so aussehe (lacht). Ich denke, ich habe ein bisschen von allem, aber das Deutsche und Spanische überwiegt.

Und wie sieht es mit der bayerischen Sprache aus? Hast du die auch schon gelernt?
Nein, noch nicht. Nach deutsch, englisch und spanisch passt wohl nichts mehr in meinen Kopf (lacht). Zum Glück verstehe ich das Bayerische aber.

Wo und wie verbringst du deine Freizeit in Ingolstadt?
Ich bin viel mit den Jungs aus meiner Mannschaft unterwegs, wir gehen zusammen essen oder ins Kino. Außerdem gehe ich gerne zum Golfen und zum Angeln – step by step hole ich meine Ausrüstung gerade nach Ingolstadt.

Kommen wir zu Sali: Was wird heute gemacht und wie oft kommst du her?
Seitdem ich in Ingolstadt bin, komme ich einmal in der Woche zu Sali. Heute werden meine Seiten geschnitten und die Spitzen gekürzt

Ein Bart ist bei dir momentan Fehlanzeige – werden dann wenigstens die Augenbrauen gestylt?
Das habe ich schonmal ausprobiert, vielleicht mache ich das irgendwann mal wieder. Ein Bart muss bei mir allerdings erstmal wachsen…

Hast du schon einmal ein Frisuren-Fiasko erlebt?
Grundsätzlich wechseln Fußballer äußerst ungern den Friseur, denn das Verhältnis ist schon sehr intensiv. In Barcelona musste ich einmal im Urlaub zum Friseur, der meine Haare dann komplett verschnitten hat. Solche Sperenzchen werde ich sicherlich nicht mehr machen, sondern meinem Friseur treu bleiben.

Wie viele deiner Kollegen trägst du einige Tattoos – haben sie eine Bedeutung für dich?
Ja, alle meine Tattoos bedeuten mir etwas. Ich habe zwei große Tattoos für meine beiden Brüder, eines am Außen- und eines am Oberam, am Innenarm trage ich eines für meine Eltern. Außerdem habe ich noch einige kleinere Tattoos, bei denen Außenstehende nicht gleich verstehen, warum ich sie trage – wie z. B. die 32 auf meinem Knöchel. Für mich hat die Zahl aber eine große Bedeutung, weil ich diese Nummer bei meinem Profidebüt getragen habe. Ich trage jedenfalls alle Tattoos gerne auf meiner Haut.

 

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