Schanzer Styles & Storys

Schanzer Styles & Storys

Text und Fotos: Sabine Kaczynski

In dieser Reihe begleitet espresso Profis des FC Ingolstadt 04 beim Styling in Sali’s Barbershop in Lenting und plaudert mit ihnen über Fußball, Fans, Frisuren und mehr. Während Haare, Bart oder Augenbrauen wieder in Form gebracht werden, lernen wir unsere Schanzer einmal ganz abseits vom Fußballplatz kennen.

Diesmal ist Defensivspieler Tobias Schröck an der Reihe, der nach zwei langwierigen Verletzungen endlich wieder topfit ist, sofort zu alter Stärke gefunden hat und mit den Schanzern weiter Richtung Tabellenspitze klettert.

Ihr seid zuletzt sechs Spiele in Folge ungeschlagen geblieben, habt 3 Siege am Stück eingefahren und seid auf Platz 2 der Tabelle geklettert – wie kam der Erfolg zurück? 
Wir haben uns nach den Spielen, in denen es nicht so gut lief, auf die grundlegenden Dinge besonnen, nämlich gut zu stehen und einfachen Fußball zu spielen. Wir haben weiterhin hart gearbeitet und alles sehr kritisch hinterfragt. Die letzten Ergebnisse sind nun der Ertrag aus dieser Zeit.

Träumt die Mannschaft nun wieder von der zweiten Liga?
Nein, der Aufstieg ist kein Thema in der Kabine. Ich persönlich schaue aktuell überhaupt nicht auf die Tabelle, weil sie derzeit ohnehin keine Aussagekraft hat. Die Liga ist einfach zu eng. Selbst wenn man nur ein Spiel verliert, rutscht man wieder einige Plätze ab. Deshalb schauen wir nur bis zur nächsten Partie und wollen die natürlich wieder positiv bestreiten.

Kam die Länderspielpause nach der Erfolgsserie ungelegen oder seid ihr froh über den Break?
Mir kam sie ganz gelegen, weil man gut regenerieren und sich dann wieder konzentriert aufs nächste Spiel vorbereiten kann. Auch wenn es zuletzt gut gelaufen ist, waren es doch harte Wochen. Während der Pause kann man ein paar Tage runterfahren und den Kopf frei bekommen. Wenn man gewinnt, bedeutet das noch lange nicht, dass man immer „frische Beine“ hat.

Bis zur Winterpause sind es noch fünf Spiele, drei davon zuhause – was habt ihr euch noch vorgenommen?
Wir wollen natürlich weiterhin erfolgreich Fußball spielen, die Serie ausbauen und den Schwung nach der Länderspielpause mitnehmen, vor allem gleich ins nächste Auswärtsspiel nach Mannheim, das sehr schwer wird.

Du hast die letzten 7 Spiele komplett über 90 Minuten absolviert – wie fühlt es sich an, endlich wieder ganz gesund zu sein?
Sehr, sehr schön. Es war für mich eine lange Leidenszeit. Dass ich so problemlos durch die Spiele gekommen bin, ist echt top. Ich bin heilfroh, dass jetzt wieder alles gut ist, aber auch sehr optimistisch, dass das so bleibt und hoffe deshalb, dass ich noch alle Partien bis zur Winterpause bestreiten darf.

Du warst in der vergangenen und in der laufenden Saison sehr lange verletzt, hast quasi nur die Vorbereitungsspiele absolviert. Wie geht man mit so viel Pech um?
Diese Zeit war nicht einfach für mich. Man zweifelt und fragt sich, was der Auslöser sein könnte. Aber man lernt auch viel aus so einer schweren Phase, die es manchmal vielleicht braucht, um noch professioneller zu werden und mehr auf sich und seinen Körper zu achten.

Hast du etwas an deinem Leben verändert?
Ich achte jetzt sehr viel mehr auf die Regenerationsphasen, um nach harten Einheiten schnellstmöglich wieder fit zu werden. Dazu habe ich meine Ernährung umgestellt und verzichte jetzt komplett auf Fleisch und Milchprodukte. Meine Freundin hat den Anstoß dazu gegeben und zieht das jetzt auch mit mir durch. Sie hat sich in die Materie eingelesen und mit Freunden darüber gesprochen, die das bereits praktizieren. Wir hatten davor schon einiges ausprobiert, aber das Thema Ernährung war nicht dabei. Deshalb haben wir es versucht – und bislang hat es sehr gut geklappt und wir fühlen uns beide sehr wohl damit.

Wie behält man die Motivation, sich wieder ranzukämpfen und wer hat dir geholfen, durchzuhalten?
Den Willen, mich wieder ranzubeißen hatte ich immer, der war nie weg. Unterstützt haben mich meine Familie und vor allem meine Freundin, die stets mein Rückhalt war. Dafür bin ich auch sehr dankbar.

Gab es Gedanken daran, alles hinzuschmeißen oder hattest du sogar Angst, deine Karriere beenden zu müssen?
Aufgeben war für mich nie eine Option. Aber die Angst vor eventuellen Folgen oder einer weiteren Verletzung war schon da. Diese Gedanken sind aber, nachdem ich wieder längere Zeit gesund bin, vollkommen verflogen. Auch bei meinem ersten Einsatz nach der Verletzung habe ich nicht gezögert, in die Zweikämpfe zu gehen.

Deine Freundin hat auf Instagram nach diesem Spiel einen sehr emotionalen Beitrag gepostet, in dem sie beschreibt, wie ihr gemeinsam deinen langen Leidensweg gemeistert habt. Wie hat diese Zeit euch als Paar verändert?
Selbstverständlich gab es Höhen und Tiefen und wir haben auch mal gestritten, weil meine Laune mit dieser Verletzung natürlich nicht die beste war. Aber letztendlich hat uns die Phase noch mehr zusammengeschweißt und wir haben uns noch besser kennengelernt. Dabei haben wir gemerkt, dass wir auch in sehr schweren Zeiten zueinanderhalten und uns nicht auseinanderreißen lassen.

„Trust in God“ ist auf deinem Instagram-Account zu lesen – hat dir der Glaube während deiner Verletzungszeit geholfen?
Ich bin schon als Kind zum Glauben an Gott erzogen worden, wir sind auch früher immer in die Kirche gegangen. Daher ist Gott von Kindesbeinen an mein Begleiter und ich schöpfe aus meinem Glauben auch viel Kraft. Gott ist definitiv ein Teil meines Lebens, egal ob es gerade gut oder schlecht läuft.

Du bist die dritte Saison in Ingolstadt und hast mit den Schanzern schon einige Höhen und Tiefen erlebt. Ist nach dem Abstieg der „neue Weg“ mit der Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern der richtige Weg?
Auf jeden Fall. Nach dem schweren letzten Jahr spürt man im gesamten Verein wieder positive Stimmung. Auch die Fans merken, dass eine hungrige, willige Mannschaft auf dem Platz steht, die auch kämpft, wenn es mal nicht so gut läuft, und unbedingt gewinnen will. Das ist der Weg, den der Verein gehen wollte und die Verantwortlichen haben diesbezüglich die richtigen Maßnahmen ergriffen.

Hat sich in der Teamspirit im Vergleich zu letztem Jahr verändert?
Definitv. Der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft ist mega und es macht unglaublich viel Spaß, mit den Jungs zu trainieren und um Punkte zu kämpfen. Jeder springt für den anderen in die Bresche – so ein Zusammengehörigkeitsgefühl konnte letzte Saison durch die vielen Negativergebnisse gar nicht erst entstehen. Aber heuer hat man schon im Trainingslager gemerkt, dass sich im Team etwas richtig Gutes entwickeln könnte.

Gilt das auch für das Verhältnis zu den Fans?
Davon bin ich überzeugt. Beim letzten Fantreffen gab es fast ausschließlich positives Feedback und auch während der Phase, in der es nicht so gut lief, standen die Anhänger komplett hinter uns. Das freut uns sehr.

Mal eine ganz andere Frage: Was hältst du eigentlich vom Frauenfußball?
Die FCI-Frauen sind ja in die 2. Bundesliga aufgestiegen… Ich finde es gut, wenn auch Frauen Fußball spielen. Meine Freundin und meine Mutter haben früher beide gespielt und der Frauenfußball hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt. Auch unsere Frauenmannschaft macht einen super Job und spielt als Aufsteiger im vorderen Drittel mit. Das ist eine tolle Sache.

Die FCI-Frauen haben euch schon mehrmals live im Stadion angefeuert – wäre das umgekehrt auch denkbar?
Wenn der Terminkalender es zulässt, könnte ich mir das durchaus vorstellen.

Kommen wir zu Sali: Wie oft bist du bei ihm?
Ich komme alle zwei Wochen zu Sali, er war der erste Friseur, den ich in Ingolstadt hatte – und ich bin ihm seither treu geblieben. Ich bin auch jedes Mal sehr zufrieden und es macht immer Spaß, hier zu sein.

Was wird heute gemacht?
Die Seiten werden ein bisschen gekürzt und alles etwas aufgefrischt.

Bist du experimentierfreudig in Bezug auf deine Haare?
Nein, eher nicht – ich lasse eigentlich immer das Gleiche machen.

Gab es auch mal ein Friseur-Fiasko?
Das gab es tatsächlich, das ist aber schon einige Jahre her. Damals habe ich in Großaspach gespielt und war auf der Suche nach einem neuen Friseur. Das Ergebnis war allerdings schrecklich und ich war froh, dass ich am Wochenende zu meinen Eltern nach Hause fahren und zu meinem dortigen Stammfriseur gehen konnte, der versucht hat, den Schnitt zu retten. Dagegen bin ich hier in sehr guten Händen.

Legst du generell Wert auf dein Äußeres?
Das ist mir schon wichtig. Ich mache zwar nichts Verrücktes, das passt auch gar nicht zu mir, aber ich achte auf ein gepflegtes Äußeres und meine Freundin berät mich in punkto Klamotten sehr gut.

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